Engel der Kulturen

Engel der KulturenFoto: André ChrostEngel der Kulturen

Trotz nasskaltem Wetter kamen zahlreiche Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen am Samstag (14.3.2015) zum Platz der Bergleute in Langenbochum, um dabei zu sein, wie die Intarsie des Engels der Kulturen im Boden versenkt wurde.

Engel der KulturenEngel der Kulturen

Das Kunstwerk ist ein Kreis, in dem die drei abrahamitischen Religionen dargestellt werden. Durch die besondere Anordnung entsteht die Figur eines Engels. An dem Projekt der Burscheider Künstler Carmen Dietrich und Gregor Merten beteiligten sich bis jetzt über 70 Städte aus ganz Europa. Hergestellt wird die Intarsie durch das Ausbrennen einer kreisrunden, zwei Zentimeter dicken Stahlplatte. Der äußere Ring wird mit blauem Spezialzement ausgegossen und bildet die Intarsie für die nächste Stadt. Das herausgetrennte Innenteil bildet die nächste Schicht einer Säule, die in Jerusalem aufgestellt werden soll. „Alle beteiligten Städte bekunden damit ihren Wunsch nach einem Zusammenleben in versöhnter Verschiedenheit in ihrer Stadt, in ihrem Land, in der Nahost-Region und überall auf der Welt“, so die Künstler.

Zuvor hatten sich die Menschen in der Waldschule versammelt. Neben einer Podiumsdiskussion mit Vertretern der jüdischen, islamischen und christlichen Gemeinden, einem Nebenprogramm für Kinder sowie musikalischer Unterhaltung, konnten die Anwesenden eine Kunstausstellung von Hertener Kindern ansehen, die das Thema Engel der Kulturen aufgegriffen hatten. „Die Fotoausstellung zeigt, dass man wirklich verschieden und zusammen Freunde sein kann. Ich blicke sehr hoffnungsvoll in die Zukunft, wenn ich diese Bilder sehe“, sagte Selman Duran. Und Pfarrer Norbert Mertens ergänzte: „Es ist ein Stück gelebte Realität in unserer Stadt, so wie es dargestellt ist.“

Engel der KulturenFoto: André ChrostEngel der Kulturen

Mit einem 1,50 Meter durchmessenden Stahlhohlkörper wurde ein Sandabdruck auf dem Schulhof erstellt. Dann zog man gemeinsam zur Kranzplatte, wo der zweite Abdruck entstand. Abschließend gingen die Anwesenden zum Platz der Bergleute. Nach Aussage von Bürgermeister Dr. Uli Paetzel kann man den Engel der Kulturen als Denkmal, als Mahnmal, als Verpflichtung sehen. „Mir würde aber schon reichen, wenn wir uns immer wieder daran erinnern, dass es so etwas gibt wie eine Grundstimmung des gemeinsamen Seins, und dass man ohne Angst verschieden sein kann. Und die Verschiedenheit einfach auch leben kann. Und dass jeder den anderen nicht diskriminiert, sondern in seiner Verschiedenheit akzeptiert.“

Wer mehr über den Engel der Kulturen erfahren möchte, kann dies unter folgendem Link tun: www.engel-der-kulturen.de

Engel der KulturenFoto: André ChrostEngel der Kulturen
Text: André Chrost 17. März 2015, 10:49 Uhr

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