Seit mehr als 100 Jahren begleitet der Gertrudenpark die Scherlebecker Bürger. Mal rausgeputzt, mal verwildert und wahrlich im Dornröschenschlaf. Peter Kitzol-Kohn hat die Geschichte dieser Grünanlage aufgeschrieben: "Mit dem Bau der Kolonie Gertrudenau um 1900 wurde gleichzeitig der Park angelegt. Der Herr Generaldirektor Bergrat a. D. Carl Behrens als damals alleiniger Vorstand der Hibernia hatte von vornherein . . .
Während im April 2013 die eher winterlichen Temperaturen kaum an die bevorstehende Freibad-Saison denken lassen, war im Frühjahr 1928 die Vorfreude auf den Badespaß im Freien schon groß. Die Bauarbeiten für eine Badeanstalt liefen auf Hochtouren. In diesem Jahr feiert das Freibad Backum seinen 85. Geburtstag.
Im Rahmen des 75-jährigen Stadtjubiläums entstand im vergangenen Jahr - in Zusammenarbeit des Stadtarchiv-Teams und dem städtischen Kulturbüro - die Ausstellung „Hertener Stadtgeschichte(n)“. Hierfür wurden Bürger porträtiert, die ihre ganz persönlichen Geschichten über Herten erzählt haben. Als Rückblick auf die Ausstellung wurde nun eine 40-seitige Dokumentation veröffentlicht. Interessierte können sich ein kostenfreies Exemplar im Stadtarchiv abholen.
Als die Heide erwachte - so heißt der Siegerbeitrag des Literatur-Wettbewerbs der Stadt Herten zum 75jährigen Stadtjubiläum. Raimund Zoschke, heute 85 Jahre alt, hat in seinem Beitrag Kindheits-Erinnerungen verarbeitet. Aufgewachsen ist er im ländlichen Süden von Herten, auf der Branderheide. Sein Text erzählt von Wiesenland und Kornfeldern, von Besuchen bei seinen Großeltern und weidenden Ziegen. Als besondere Erinnerung erwähnt er die Roggenmuhme, eine angsteinflößende Gestalt, die Kinder vom Betreten der Kornfelder abhalten soll.
Im Jahr 1856 trennte sich Herten von der Landgemeinde Recklinghausen und wurde zu einem Amt mit eigenständiger Verwaltung. Zu dieser Zeit liefen die Geschäfte von Amt und Gemeinde streng voneinander getrennt. Der Landwirt Wilhelm Schürmann wurde 1877, von den Mitgliedern der Gemeindeversammlung, zum Gemeindevorsteher gewählt.
Peter Kitzol-Kohn vom Arbeitskreis Scherlebecker Geschichte(n) hat im Stadtarchiv Recklinghausen eine "Dienstanweisung für die Verwaltungsstelle in Scherlebeck aus dem Jahr 1909" gefunden, die belegt: Das Befahren von Straßen mit dem Fahrrad war keinesweg immer kostenlos. Ohne kostenpflichtige Radfahrkarte durfte sich nämlich niemand in den Straßenverkehr begeben. Hier seine Geschichte: "Seit der Einführung der Lkw-Maut 1995 in Deutschland und vielen europäischen Ländern werden immer wieder Forderungen auf die Ausweitung auch auf Pkw gefordert. Kritiker und Spötter . . .
Herten feiert 75 Jahre Stadtrechte – eigentlich ein freudiger Anlass. Doch die Stadt hat, wie viele andere deutsche Kommunen auch, seine Stadtrechte den Nationalsozialisten unter Hitler zu verdanken. „Vor diesem geschichtlichen Hintergrund ist es natürlich schwierig, unser Stadtjubiläum nur ausgelassen zu begehen“, gibt Bürgermeister Dr. Uli Paetzel zu bedenken. „Deshalb werden wir selbstverständlich in diesem Jahr auch einen kritischen Blick auf unsere Geschichte werfen.“...
Was war los in Herten vor 100, 80 oder 30 Jahren? Es war jede Menge los! Vor 99 Jahren eröffnete in Wanne-Herten ein Flugplatz. Zeppelin- und Parseval-Luftschiffe sollten hier landen. Zu einer Zeit, in der Fliegen noch alles andere als üblich war, leistete die Rheinisch-Westfälische Flug- und Sportplatz-Gesellschaft mbH Wanne-Herten echte Pionierarbeit.
20. Juni +++ Namenstag: Adalbert, Florentina, Margot +++ Am 20. Juni 1908 erhält Melitta Bentz ein Patent für ihre Erfindung eines Kaffeefiltrier-Systems. +++ "Kaffee ist nur schädlich, wenn Ihnen ein ganzer Sack aus dem fünften Stock auf den Kopf fällt." Albert Darboven (*1936)