20. CIRKEL-Gespräche

Zum 20. Mal fanden am Dienstag (24.1.) mit dem Neujahrsempfang der Schettler Unternehmungen - die CIRKEL-Gespräche - mit rund 60 geladenen Gästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung statt.

Cirkel_03Rolf Schettler begrüßte seine Gäste aus Herten und den umliegenden Städten zu dieser Jubiläumsveranstaltung. Wie schon in den vergangenen Jahren, war auch der diesjährige Empfang gut besucht. Schettler führte dies, nicht zuletzt, auf die interessanten Vorträge zurück. Nach einer kurzen Einführung zu der wirtschaftlichen Lage des eigenen Unternehmens, überließ Rolf Schettler dem Referenten, Dipl.-Volkswirt Dr. Kurt Becker, das Mikrofon.

Dr. Kurt Becker, langjähriger Immobilienanalyst des Bankhauses Sal. Oppenheim jr. & Cie. und seit Januar Geschäftsführer des Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen BFW-NRW, setzte sich mit der Problematik der sogenannten Immobilien-Heuschrecken auseinander. Den großen, meist angelsächsischen Finanzinvestoren, die hauptsächlich in den Jahren 2004 bis 2008 große deutsche Immobilienbestände und ganze Wohnungsunternehmen aufgekauft haben.

Er zeigte auf, dass weder die finanzierenden Banken, meist internationale Großbanken oder Fondsgesellschaften noch die eigentlichen Eigentümer, die mit wenig oder gar keinem Eigenkapital die Deals abgeschlossen haben, Interesse daran zeigten, neues Kapital in die Sanierung und Modernisierung solcher Bestände zu stecken. Ein Pulverfass für viele Städte?

Verschärft würde die Situation noch dadurch, dass an den Kapitalmärkten vermutet wird, der große „Knall“ käme 2013 und 2014, wenn die bisher laufenden Finanzierungen auslaufen und es vermutlich schwer wird, Anschlussfinanzierungen zu finden.

Dr. Becker erläuterte, wie das Geschäftsmodell der Immobilien-Heuschrecken konzipiert war und warum es letztlich scheitern musste. Er trug Ideen vor, wie dieses ebenso städtebauliche wie finanztechnische Problem gelöst werden könne.

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