Energiekonzept von Thorben Müller überzeugt

v. l.: Dr. Babette Nieder, Thorben Müller, Volker Lindner und Dr. Uli Paetzel.Foto: Stadt Hertenv. l.: Dr. Babette Nieder, Thorben Müller, Volker Lindner und Dr. Uli Paetzel.

Mit seiner Masterarbeit zum Thema Energiepark Ewald hat Thorben Müller, Technischer Berater des Anwenderzentrums h2herten, in diesem Jahr den Innovationspreis des deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbandes (DWV) abgeräumt. Die Preisverleihung fand während der Mitgliederversammlung in Hamburg statt. Müller erstellte in seiner Arbeit ein auf lokal verfügbaren erneuerbaren Energieträgern basierendes Energiekonzept für das Gewerbegebiet um die Zeche Ewald. Auf diesem Gelände ist der Wandel des Ruhrgebietes gut sichtbar. Aus der ehemaligen Zeche ist heute ein modernes Gewerbegebiet geworden, in dem Logistik, Dienstleistung, Technologie, Handwerk, Kultur und Freizeit zusammenlaufen.

In der Untersuchung geht es darum, aufzuzeigen, in welchem Maße sich dieses Gebiet durch regenerative Energiequellen versorgen lässt. „Insgesamt konnte durch die Arbeit bewiesen werden, dass auch dort, wo Wind und Sonne nur in durchschnittlichem Umfang verfügbar sind, große Teile des lokalen Strombedarfs eines Gewerbegebiets durch entsprechend dimensionierte Anlagen direkt gedeckt werden können. Zudem bieten sektorübergreifende Lösungen die Möglichkeit die lokal genutzte Energiemenge weiter zu erhöhen und somit den Einfluss auf das umliegende Netz noch einmal deutlich zu reduzieren“ so Thorben Müller. Mit seiner Arbeit hat er gezeigt, dass Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit nicht als Gegensätze wahrgenommen werden dürfen, sondern dass effiziente und ressourcenschonende Lösungen die Grundlage für nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum darstellen.

Der 1996 gegründete Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV) ist die Dachorganisation aller Vereinigungen in Deutschland, die sich für den allgemeinen Einsatz von Wasserstoff als Energieträger in der Wirtschaft einsetzen. Jedes Jahr vergibt der DWV den Innovationspreis für die beste Doktor-, Diplom-/Master- und Bachelor-Arbeit, die sich mit der Wasserstoff- oder Brennstoffzellentechnologie, ihrer Anwendung oder ihren Konsequenzen beschäftigt. Dabei kommen nicht nur naturwissenschaftliche und technische Arbeiten in Frage, sondern auch Studien aus der Sozial- oder Geisteswissenschaft. Der Preis ist mit jeweils 1000 Euro dotiert. In diesem Jahr wurde neben der Masterarbeit von Thorben Müller auch eine Promotion ausgezeichnet. In der Kategorie Bachelorarbeit gab es keinen Preisträger.

Bewerben kann sich jeder, der eine entsprechende Abschlussarbeit oder Dissertation in deutscher oder englischer Sprache an einer deutschen Hochschule oder Fachhochschule oder mit Unterstützung von deutschen Unternehmen, Forschungseinrichtungen oder Behörden eingereicht hat, die im laufenden Jahr mit Sehr gut bzw. magna cum laude benotet wurde. Der DWV ist ein rechtsfähiger gemeinnütziger Verein, der wirtschaftlich und politisch unabhängig und neutral ist. Er finanziert sich aus Beiträgen und Spenden.

17. Juli 2015, 12:16 Uhr

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